متطلبات رخصة القيادة الأوروبية

EU-Führerschein: Was ist neu?

Mit dem neuen Fahrerlaubnisrecht ab 01. Januar 1999 erweitern sich nicht nur die bisherigen sieben, bzw. neun (rechnet man noch die zwei alten Busscheine dazu) auf jetzt insgesamt fünfzehn Fahrerlaubnisklassen. Weit interessanter sind jedoch vielmehr die neuen Inhalte und die grundsätzlich veränderte Philosophie, mit der sich der Fahranfänger gründlich und rechtzeitig befassen muß.

Was ist nun wirklich neu ??

Auf dem Weg zur Harmonisierung des EU-Fahrerlaubnisrechts hat der Ministerrat der Europäischen Gemeinschaften Richtlinien zum neu einzuführenden EU-Führerschein verabschiedet. Grundgedanke der Vereinheitlichung des EU-Fahrerlaubnisrechts ist u.a. die gegenseitige unbefristete Anerkennung der Führerscheine in den EU-Mitgliedsstaaten. Ab dem 01. Januar 1999 wurde das neue Führerscheinrecht mit den internationalen Fahrerlaubnisklassen

mit verschiedenen Unterklassen eingeführt, welche die bisher in Deutschland gültigen Klassen 1 bis 5 ablösten.

Hier die wichtigsten Regelungen und Änderungen auf einen Blick:

 

 
  • Gleiches Recht für alle!

Jeder, der auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führen möchte, braucht dafür eine gültige Fahrerlaubnis. Diese ist erst dann offiziell erteilt, wenn Sie den Führerschein in Ihrer Hand bzw. Brieftasche haben.

Welche Voraussetzungen und Pflichten ein Führerscheinbewerber erfüllen muss, ist im §2 Straßenverkehrsgesetz festgelegt.

Übrigens: Ausnahmen bestätigen die Regel

Ganz ohne Fahrerlaubnis und Prüfbescheinigung dürfen folgende Fahrzeuge geführt werden:

Motorisierte Krankenfahrstühle mit bauartbestimmter Höchstgeschwindigkeit bis zu 10km/h

Arbeitsmaschinen und landwirtschaftliche Zugmaschinen mit bauartbestimmter Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 6km/h.

PKW, die auf 6km/h gedrosselt sind, gelten als KFZ.

  • Erste Hilfe-Kurs

Jeder Autofahrer muss auch im Notfall wissen, was zu tun ist. Deshalb ist die Teilnahme an einem Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen oder die Ausbildung in Erster Hilfe verpflichtend, um eine Fahrerlaubnis zu erwerben.
 

  • Sehtest

Nur wer den Durchblick hat, wird auch zur Fahrprüfung zugelassen. Um das zu beweisen, reicht eine Sehtestbescheinigung vom Optiker oder eine augenärztliche Untersuchung, die übrigens nicht älter als 2 Jahre sein darf.

  • Amtlicher Antrag

Der Amtsschimmel reitet auch auf Deutschlands Straßen. Deshalb müssen Sie zunächst beim örtlichen Einwohnermeldeamt einen "Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis" einreichen; und zwar zusammen mit zwei Lichtbildern im Halbprofil sowie Ihrem Sehtest und der Erste-Hilfe-Bescheinigung.
Achtung: Gültigen Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen!

Für die Führerscheinklassen mit den Buchstaben C und D, z.B. für Busse und LKW, muss darüber hinaus ein ärztliches Zeugnis oder Gutachten über die körperliche und geistige Eignung vorgelegt werden.

  • Theoretische Prüfung

Sind alle bürokratischen Hürden umfahren, ist erst einmal Büffeln angesagt - denn vor die Praxis hat Vater Staat die Theorie gesetzt.

Die theoretische Prüfung darf frühestens 3 Monate vor Erreichen des Mindestalters und erst nach Absolvieren der vorgeschriebenen Anzahl an Theoriestunden für die jeweilige Klasse abgenommen werden. Um unnötige Kosten und Stress zu vermeiden, sollte man aber erst dann hingehen, wenn man sich wirklich straßentauglich und verkehrssicher fühlt.
Denn wer durchfällt, darf seine Prüfung erst nach 2 Wochen wiederholen. Und wenn's gleich dreimal schiefgeht, wird man für 3 Monate gesperrt. - Viel Zeit zum Üben...

Geprüft wird schriftlich vor einem Dekra- oder TÜV-Gutachter. Aber keine Sorge, die Prüfungsbögen und -fragen sind ebenso aufgebaut wie die Übungsblätter aus der Fahrschule.

  • Praktische Prüfung

Wer seine theoretische Prüfung bestanden und alle erforderlichen Übungsstunden hinter sich hat, kann die praktische Fahrprüfung ablegen. Allerdings frühestens 1 Monat vor Erreichen des gesetzlichen Mindestalters. Dieser offizielle Praxistest mit dem Prüfer im Nacken ist für alle Führerscheinklassen, bis auf Klasse L, vorgeschrieben und sollte im Normalfall an Ihrem Hauptwohnsitz durchgeführt werden.

Wenn alles läuft wie geschmiert, wird Ihnen Ihr vorbereiteter Führerschein gleich nach der Prüfung ( bzw. frühstens mit Vollendung des 18. Lebensjahres) ausgehändigt!

Sollten Sie beim ersten Mal nicht bestehen, können Sie die Prüfung schon nach 14 Tagen wiederholen, müssen bis dahin aber eine Nachschulung absolvieren.