أمور مالية تخص الأسرة

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Elternzeit

 

Der Begriff Erziehungsurlaub ist seit dem 1.1.2001 durch den Begriff Elternzeit ersetzt worden. Damit soll deutlich gemacht werden, was Eltern schon lange klar ist, nämlich dass Erziehungszeiten beileibe kein Urlaub sind. Jeder, der zum Zeitpunkt der Geburt in einem Arbeitsverhältnis steht, kann die Elternzeit nehmen. Das gilt auch für geringfügig Beschäftigte, für Beamte, für Heimarbeiter sowie Schüler und Studenten.
Dabei gelten folgende Voraussetzungen:

  • Ihr betreut und erzieht das Kind vorwiegend selbst.
  • Das Kind lebt mit in Eurem Haushalt.
  • Ihr arbeitet während des Erziehungsurlaubes nicht mehr als 30 Stunden.

! Neu: Mit der Reform des Erziehungsgeldgesetzes ändern sich auch die Voraussetzungen. Eltern, deren Kinder ab dem 1.1.2001 geboren werden, dürfen in der Elternzeit bis zu 30 Stunden arbeiten. Arbeitet Ihr in Betrieben mit mehr als 15 Mitarbeitern besteht sogar ein Rechtsanspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz mit 15 bis 30 Wochenstunden, solange dem keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. Außerdem dürfen beide Partner gleichzeitig Elternzeit nehmen und Teilzeit arbeiten.

Die Elternzeit wird bis zu drei Jahren gewährt. Wird die Elternzeit nach der Geburt bzw. im Anschluss an die Mutterschutzfrist genommen, muß sie nach der Neuregelung vom 1.1.2001 spätestens 6 Wochen vor Beginn angemeldet werden. Dabei müsst Ihr Eurem Arbeitgeber auch gleich mitteilen, wie lange Ihr die Elternzeit in Anspruch nehmt. Nach dem neuen Gesetz kann das dritte Jahr mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zum 8. Geburtstag des Kindes genommen werden. Ihr könnt also zunächst zwei Jahre in Anspruch nehmen und dann noch einmal z.B. zur Einschulung eine Auszeit nehmen. Dieses dritte Jahr muß 8 Wochen vorher angemeldet werden.

Eltern genießen während der Elternzeit Kündigungsschutz. In besonderen Fällen kann jedoch ausnahmsweise eine Kündigung für zulässig erklärt werden.

 

Und nach dem Erziehungsurlaub?

Nach der Elternzeit habt Ihr Anspruch auf Euren alten oder einen vergleichbaren Arbeitsplatz. Eine Schlechterstellung ist nicht zulässig.

! Theoretisch klingt diese Beschäftigungsgarantie zwar sehr gut, praktisch ist sie jedoch oft nicht durchführbar. Denn wie verbindet man einen Ganztagsjob mit einem Halbtagskindergartenplatz? Wie verbindet man lange Arbeitszeiten mit womöglich noch langen Anfahrwegen mit Kindergartenöffnungszeiten bis 16.oo Uhr? Und womöglich wollt Ihr gar nicht ganztags arbeiten, weil Ihr dann zu wenig Zeit für das Kind habt. Einrechnen müsst Ihr auch noch oft monatelangen unbezahlten Urlaub, weil die Kindergärten meistens erst im August beginnen.

Es ist also ratsam, sich schon vor der Geburt Möglichkeiten der Weiterarbeit zu überlegen. Gibt es die Möglichkeit halbtags zu arbeiten? Ist eventuell auch ein Teil der Arbeit in Heimarbeit zu erledigen? Generell ist es gut schon während der Elternzeit Kontakt zur Firma zu halten. Wer Teilzeit arbeitet oder ab und zu mal einspringt, bleibt am Ball und kann seine Möglichkeiten nach der Elternzeit ausloten. Oft ergeben sich so Alternativen zum bisherigen Ganztagsjob.

 


 

 

Kindergeld

 

Kindergeld erhält, wer - sowohl für sich als auch für das Kind - seinen Wohnsitz in Deutschland hat und dessen Kind mit im eigenen Haushalt lebt. Das Kindergeld wird immer nur an eine Person ausbezahlt und zwar an denjenigen, mit dem das Kind zusammenlebt. Paare im gleichen Haushalt müssen sich einigen, wer das Geld erhalten soll.

Das Kindergeld beträgt zur Zeit:
EUR 154,- für das erste Kind


EUR 154,- für das zweite und dritte Kind


EUR 179,- für weitere Kinder

Wie lange erhält man Kindergeld?

Der Anspruch auf Kindergeld beginnt grundsätzlich mit der Geburt und endet automatisch mit dem Ablauf des Monats, in dem das Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Hat Euer Kind also am 15. August Geburtstag, so bekommt Ihr für August noch Kindergeld. Hat es aber am 1. August Geburtstag, so erhaltet Ihr im Juli die letzte Zahlung.

Kindergeld kann bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres weitergezahlt werden solange sich das Kind in einer Berufsausbildung befindet. Wird die Ausbildung wegen Krankheit oder Mutterschaft unterbrochen, wird das Kindergeld weitergezahlt, jedoch nicht während des Bezugs von Erziehungsgeld bzw. während des Erziehungsurlaubes.

Für Pausen zwischen Ausbildungsabschnitten, z.B. Schulabschluss und Beginn des Studiums) wird bis zu vier Monaten weiterhin Kindergeld gezahlt. Auch bei Wehrdienst, freiwilligem sozialen Jahr o.ä. besteht ein Anspruch, wenn diese nicht länger als vier Monate dauern und im Anschluss eine Ausbildung aufgenommen wird. Dauern diese Tätigkeiten länger an, werden keine Leistungen gewährt. Dafür verlängert sich der Bezugszeitraum des Kindergeldes über das 27. Lebensjahr hinaus um genau diese Zeiten, sofern sich das Kind noch in der Ausbildung befindet.

Wo wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf Kindergeld muß schriftlich gestellt werden. Zuständig ist die Familienkasse, in der Regel das zuständige Arbeitsamt. Angehörige des öffentlichen Dienstes erhalten das Kindergeld von der Stelle ihres Arbeitsgebers, die auch ihre Bezüge festsetzt.

Welche Nachweise müssen erbracht werden?

Nachweis für Neugeborene:
Geburtsurkunden (Original vorzeigen oder beglaubigte Kopie)

Nachweise für Kinder über 18. Jahren:
Bescheinigung der Schule, Hochschule oder des Ausbildungsbetriebes, aus der Art und Dauer hervorgehen. Außerdem Angaben über Einkünfte des Kindes. (Verdient das Kind zu viel, fällt das Kindergeld weg!)

Nachweise für Studenten:
In der Regel reicht die Immatrikulationsbescheinigung.

Nachweis für Kinder ohne Ausbildungsplatz:
Hier müsst Ihr auf einem speziellen Vordruck, der bei der Familienkasse erhältlich ist, Angaben dazu machen.

Nachweis für Kinder im freiwilligen sozialen Jahr o.ä:
Hier müsst Ihr auf einem speziellen Vordruck, der bei der Familienkasse erhältlich ist, Angaben dazu machen.

Nachweis für Kinder, die wegen Behinderungen nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen:
Amtliche Bescheinigung über die Behinderung (Behindertenausweis, Feststellungsbescheid, Rentenbescheid)

Zahlung des Kindergeldes

Das Kindergeld wird monatlich auf das Konto des Berechtigten überwiesen. Je nach Kindergeldnummer gibt es für die einen das Geld am Monatsanfang (Endziffer 0) und für die anderen das Geld am Monatsende (Endziffer 9).

Im Rahmen des Familienleistungsausgleiches dient das Kindergeld auch zur Steuerminderung. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird jedoch erst bei der Einkommensteuerveranlagung durch das Finanzamt geprüft. Das heißt, es wird zunächst monatlich Kindergeld gezahlt und das Finanzamt verrechnet dann das Kindergeld mit dem steuerlichen Freibetrag - Zum Vorteil des Veranlagten. Je nach Einkommen können dadurch die Steuern gemindert werden.

Sonderfälle / Ausnahmen

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten auch Eltern oder Kinder, die im Ausland leben Kindergeld. Ebenso kann der Anspruch auf Kindergeld auch entfallen, wenn z.B. ein Kinderzuschuss aus einer gesetzlichen Rentenkasse gezahlt wird oder Eltern bereits im Ausland Leistungen beziehen, die dem Kindergeld vergleichbar sind.

Über diese und andere Sonderfälle informiert Euch die Familienkasse

 


 

 

Erziehungsgeld

 

Erziehungsgeld erhalten Eltern in der ersten Lebensphase ihres Kindes. Es kann bis zu 24 Monaten gezahlt werden und beträgt maximal EUR 307. (Ausnahme: Budget-Angebot). Das Erziehungsgeld ist steuer- und pfändungsfrei und kann zusätzlich zu Ausbildungsförderung, Sozialhilfe und Wohngeld bezogen werden. Beim Bezug von Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld gibt es Sonderregelungen.

! Übrigens: Wer bei der Geburt Pflichtmitglied einer Krankenkasse war, bleibt weiter beitragsfrei versichert, solange er Erziehungsgeld bezieht oder Erziehungsurlaub hat. Wird jedoch eine versicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung ausgeübt, müssen darüber wieder Beiträge zur Krankenversicherung entrichtet werden.

Mit dem 1.1.2001 trat die Reform des Erziehungsgeldgesetzes in Kraft. Die Änderungen gelten jedoch nur für Kinder, die ab dem 1. Januar 2001 geboren werden. Für alle anderen gilt nach wie vor das alte Gesetz.

Wie bei jedem Gesetz gibt es auch beim Erziehungsgeldgesetzes immer wieder Ausnahmen und Sonderregelungen, die wir hier nicht ansprechen. Bitte informiert Euch auf jeden Fall bei der zuständigen Erziehungsgeldkasse.

Wer bekommt Erziehungsgeld?

Zunächst gibt es vier Voraussetzungen für den Anspruch auf Erziehungsgeld:
1. Der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt muß in der Bundesrepublik Deutschland liegen.
2. Das Kind muß vorwiegend selbst betreut und erzogen werden.
3. Die Bezugsperson muß die Personensorge für das Kind haben und mit ihm in einem Haushalt leben.
4. Die Bezugsperson ist nicht erwerbstätig oder arbeitet nicht mehr als 19 bzw. 30 Wochenstunden.

! Wichtig: Nach der Neuregelung kann jetzt bis zu 30 Stunden pro Woche gearbeitet werden, ohne das der Anspruch auf Erziehungsgeld erlischt.

Das Erziehungsgeld wird längstens 24 Monate gezahlt, unabhängig von der bisherigen Tätigkeit. Anspruch haben also Schüler, Studenten, Hausfrauen, Selbständige, Arbeitnehmer etc. Auch wer eine der oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllt, hat noch eine Chance auf Erziehungsgeld, da das Gesetz einige Ausnahmen zulässt. Beispielsweise können auch Ausländer unter bestimmten Voraussetzungen Erziehungsgeld beziehen. Nach dem neuen Gesetz kann unter Umständen auch beim Bezug von Arbeitslosengeld Erziehungsgeld gewährt werden. Nähere Informationen gibt es bei den Erziehungsgeldstellen.

! Übrigens: Väter (auch unverheiratete) können ebenfalls Erziehungsgeld erhalten. Die Eltern bestimmen selbst, an wen das Geld gezahlt wird. Sie können sich beim Bezug sogar abwechseln.

Wieviel Erziehungsgeld gibt es?

1.- 6. Monat:
Für die ersten sechs Monate liegen die Einkommensgrenzen relativ hoch. Den vollen Satz von EUR 308 erhalten Verheiratete (oder eheähnliche Gemeinschaften) mit einem Kind bis zu einem Einkommen von EUR 51.130. Bei Alleinerziehenden beträgt die Einkommensgrenze EUR 38.350.Wer auch nur einen Euro mehr verdient bekommt nichts.
In der Neuregelung wurde der Kinderzuschlag angehoben auf EUR 2.454 bzw. EUR 2.797 (ab 1.1.2002) und EUR 3.140 (ab 1.1.2003).

7.- 24. Monat:
Ab dem 7. Monat liegt die Einkommensgrenze wesentlich niedriger. Wer darüber liegt kann bis zu einer Grenze ein geringeres Erziehungsgeld erhalten, denn der Betrag vermindert sich stufenweise. Bisheriger Stand: pro DM 1200 mehr vermindert sich das Erziehungsgeld um DM 40. Beträge unter DM 40 werden nicht mehr ausgezahlt.

Bisherige Regelung

neue Regelung für Kinder ab
Geburtsjahr 2001

Volles Erziehungsgeld bis

Volles Erziehungsgeld bis

Paare

DM 29.400

DM 32.200

Alleinerziehende

DM 23.700

DM 26.400

Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um DM 4.200. In der Neuregelung wurde der Kinderzuschlag angehoben auf DM 4.800 (ab 1.1.2001) bzw. DM 5.470 (ab 1.1.2002) und DM 6140 (ab 1.1.2003).

!Übrigens: Es kann zwar immer nur ein Elternteil Erziehungsgeld erhalten, für die Berechnung wird jedoch das gemeinsame Einkommen zugrunde gelegt. Entscheidend ist das voraussichtliche Einkommen im Kalenderjahr der Geburt. Lässt sich dieses nicht nachweisen, wird auf das vorangegangene Jahr zurückgegriffen.

Budget-Angebot

Mit der Reform des Erziehungsgeldgesetzes wurde auch die Möglichkeit eingeführt, den Bezug von Erziehungsgeld auf ein Jahr zu beschränken und damit einen höheren monatlichen Betrag zu beziehen. Damit erhält man 12 Monate bis zu DM 900 anstatt bis zu 24 Monaten maximal DM 600. Diese Regelung gilt für Kinder ab Geburtsjahr 2001 und der Bezug des erhöhten Satzes erfolgt natürlich unter den angesprochenen Voraussetzungen.

Landeserziehungsgeld

Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen gewähren nach Ablauf des Bundeserziehungsgeldes (24 Monate) weitere finanzielle Hilfen. Im dritten Lebensjahr des Kindes wird Landeserziehungsgeld in unterschiedlicher Höhe zwischen 6 und 12 Monaten gezahlt. Die Voraussetzungen entsprechen in etwa denen des Bundeserziehungsgeldgesetzes.

Wo und wie wird Erziehungsgeld beantragt?

Das Erziehungsgeld sollte schnellstmöglich nach der Geburt beantragt werden. Denn zum einen müsst Ihr eine Bearbeitungszeit einrechnen und zum anderen wird das Geld rückwirkend nur für höchstens 6 Monate gezahlt. Die Vordrucke für den Antrag bekommt Ihr oft schon im Krankenhaus, aber auch bei Krankenkassen und natürlich bei der Erziehungsgeldstelle.

Das Erziehungsgeld muß schriftlich für jeweils ein Lebensjahr bei der zuständigen Erziehungsgeldstelle beantragt werden. Der Antrag für das zweite Jahr kann frühestens ab dem 9. Lebensmonat erfolgen.

 


 

 

Bundestiftung "Mutter und Kind"

 

Um werdenden Müttern, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, zu helfen, hat der Bundestag das Gesetz zur Errichtung einer Stiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" beschlossen. Zweck der Stiftung ist es, Mittel zur Verfügung zu stellen, um werdenden Müttern in Not- und Konfliktsituationen durch finanzielle Unterstützung die Fortsetzung der Schwangerschaft zu erleichtern. Voraussetzung ist, dass Hilfe durch andere Sozialleistungen wie z.B. Sozialhilfe, Wohngeld, Unterhaltsvorschußkasse nicht möglich ist, nicht ausreicht oder nicht rechtzeitig möglich ist. Die Leistungen aus der Stiftung dürfen nicht auf Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und -hilfe, Kindergeld, Wohngeld und andere soziale Leistungen angerechnet werden. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf diese Mittel.

Werdende Mütter erhalten zum Beispiel Unterstützung bei der Haushaltsführung und der Betreuung des Kindes sowie finanzielle Hilfen für Umstandskleidung und die Erstausstattung des Babys.

Unterstützung durch die Stiftung könnt Ihr bei vielen Beratungsstellen (z.B. Sozialdienste der Kirchen) beantragen. Welche das in Eurem Fall sind könnt Ihr der Rubrik Finanzen & Recht Eurer Stadt entnehmen.

! Wichtig: Bemüht Euch rechtzeitig, am besten bei Beginn der Schwangerschaft, um einen Beratungstermin. Der Andrang ist groß und die Beratungsstellen sind daher oft überlastet.

Landesstiftungen

 

Nordrhein-Westfalen

Hilfe gibt es beim
Caritasverband für die Diözese Münster e.V.

Kardinal-v.-Galen-Ring 45
Münster
Tel: 0 251 - 89 01 - 215