معادلة الشهادات الأجنبية في ألمانيا

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Anerkennung ausländischer Studien- und Prüfungsleistungen

Im Ausland erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen (bei Hochschulabschlüssen siehe dort) können in Deutschland insbesondere für die Fortsetzung des Studiums und die Zulassung zu Prüfungen anerkannt werden.

Grundvoraussetzung hierfür ist die Erfüllung der im Ausland bzw. an der ausländischen Hochschule geforderten Voraussetzungen. So können z.B. Studienleistungen in einem Studiengang, der im Ausland das erfolgreiche Absolvieren einer Semester- oder Jahresabschlussprüfung voraussetzt, ohne entsprechende Nachweise nicht anerkannt werden. Entsprechendes gilt auch für die dort geforderten Noten, Credit Points oder andere Formen der Leistungsbewertung. Nachweise über Studien- und Prüfungsleistungen sind grundsätzlich in schriftlicher Form zu erbringen.

Zuständig für die Anerkennung bzw. Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen sind im allgemeinen die Hochschulen und deren zuständige Dienststellen, Prüfungsämter usw. Die Einstufung in höhere Fachsemester bzw. die Anerkennung von im Ausland erbrachten Prüfungsleistungen als gleichwertig mit einer in der Prüfungsordnung festgelegten Vor- oder Zwischenprüfung erfolgt durch diese Dienststellen.

In Studiengängen, für die eine staatliche Prüfungsordnung gilt (u.a. in Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie sowie für die Lehramtsstudiengänge und die Rechtswissenschaften), liegt die Zuständigkeit bei den entsprechenden staatlichen Prüfungsämtern, die über die Zulassung zu den vorgeschriebenen Prüfungen entscheiden. Bei den Rechtswissenschaften können z.B. nach dem deutschen Richtergesetz nur drei Auslands-Semester auf ein Studium angerechnet werden (anderes gilt, wenn das Bundesvertriebenengesetz als Rechtsgrundlage heranzuziehen ist).
 

Äquivalenzabkommen

Auf der Grundlage der mit ausländischen Staaten abgeschlossenen bilateralen Äquivalenzabkommen können Studien- und Prüfungsleistungen, für deren Anerkennung die Hochschulen zuständig sind, unmittelbar anerkannt werden, wenn die jeweilige Prüfungsordnung auf die Äquivalenzabkommen Bezug nimmt; im übrigen gelten die Äquivalenzabkommen insoweit als Empfehlungen für die Hochschulen.

Studien- und Prüfungsleistungen können auch aufgrund bilateraler Hochschulkooperationsabkommen anerkannt werden, die die Zusammenarbeit einer inländischen mit einer ausländischen Hochschule regeln.

Von besonderer Bedeutung sind hierbei bilaterale Abmachungen zwischen Hochschulen im Rahmen des Europäischen Kredittransfersystems (ECTS = European Credit Transfer System), denen ganz konkrete Vereinbarungen über die Anerkennung bestimmter Studien- und Prüfungsleistungen zugrunde liegen, wobei die Studien- und Prüfungsleistungen in Credit Points bewertet werden, die zunächst einmal die Stundenzahl der Studierenden je Semester oder Studienjahr beinhalten und ggf. noch besonders benotet sein können.
 

Internationale Konventionen

Internationale Konventionen über die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen stellen prinzipiell zwar verbindliche völkerrechtliche Regelungen dar, sind aber nur für die Regierungen der Unterzeichnerstaaten unmittelbar verbindlich, die entsprechende Umsetzungsmaßnahmen in ihrem Hoheitsbereich veranlasst haben. Voraussetzung für die Anwendung der Konvention ist jeweils die Ratifikation der Konvention in dem einzelnen Unterzeichnerstaat.
 

Informationsempfehlungen/Studienplanung

Für deutsche wie für ausländische Studierende ist es grundsätzlich wichtig, sich vor einem Wechsel an eine ausländische Hochschule über die Anerkennung ihrer vorgesehenen oder bereits absolvierten Studien- und Prüfungsleistungen bei der jeweils zuständigen Stelle im Ausland oder für den Fall ihrer Rückkehr bei der entsendenden Hochschule oder dem staatlichen Prüfungsamt zu erkundigen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass derartige Leistungen, wenn die erforderlichen Anerkennungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, nicht auf das weitere Studium oder für die Zulassung zu einer Prüfung anerkannt werden. Dies führt vielfach zu Verlusten von Studienzeiten, zu Verärgerung und auch zu rechtlichen Problemen, was man bei sorgfältiger Studienplanung hätte vermeiden können.
 

Zuständigkeit der Zentralstelle

Die Zuständigkeit der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen besteht in diesem Zusammenhang darin, den für die Anerkennung zuständigen Stellen Informationen über die vom Antragsteller im Ausland absolvierten Studieninhalte in formeller und inhaltlicher Hinsicht zu geben und sich - soweit das gefordert wird - auch über die Gleichwertigkeit der erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen im Vergleich zu den an der deutschen Hochschule zu erbringenden Leistungen zu äußern. Auf dieser Grundlage gibt sie gegenüber den anfragenden Hochschulen oder dem staatlichen Prüfungsamt eine Empfehlung ab.